Was versteht man unter Redundanz bei Netzteilen?
Die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der DC-Spannung kann durch ein redundantes System erhöht werden. Um eine Redundanz zu erreichen, muss ein zusätzliches Netzteil in ''Reserve'' installiert werden. Dieses Netzteil stellt dann den nötigen Laststrom zur Verfügung, wenn ein anderes Netzteil im System ausfällt.
Die einzelnen Netzteile müssen mit Redundanzmodulen entkoppelt werden, um zu verhindern, dass ein defektes Netzteil (z.B. Kurzschluss in der Ausgangsdiode) zur Last für die funktionierenden Netzteile wird und dann die Ausgangsspannung nicht mehr sichergestellt werden kann.
Meistens werden zwei gleiche Netzteile zu einer 1+1-Konfiguration zusammengeschaltet. Bei leistungsstärkeren Systemen ist auch eine N+1-Konfiguration möglich. Wird zum Beispiel ein Strom von 100 A benötigt, können sechs Netzteile mit je 20 A redundant verschaltet werden. Wenn ein Netzteil ausfällt, stehen immer noch fünf Netzteile mit einem Gesamtstrom von 100 A im Einsatz.
Jedes Netzteil muss mit einer eigenen Eingangssicherung ausgestattet werden. Redundante Systeme müssen überwacht werden, um bei Ausfall eines Gerätes einen Serviceeinsatz auslösen zu können. Hierfür kann das DC-OK-Signal der Netzteile verwendet werden.